Die Geschichte vom Viman

Es war einmal ein Mountainbiker………nein das ist kein Maerchen, es ist ein Tatsachenbericht, gespannt!
Der Erwerb des Grundstuecks Chanote #81427 Soi Hoypru fand im Jahre 2004 statt. Ich erwarb es von Khun Num dem Village Head, dem Vater meiner Buchhalterin Noi von Asian Trails. Es waren 6 Grundstuecke von je einem Rai (1600sq) Land. Ein Rai kostete damals 5 Millionen Baht und als wir das Unterfangen realisierten war der Marktwert bei ueber 9 Millionen angelangt. Also ein gutes Startkapital. Der Grund des Erwerb des Landes war nicht etwa so, dass mir dieses Projekt schon lange im Kopf herumspukte, nein ich kaufte es als Investment fuer meine beiden Soehne, Felix und Raffael.

Die treibende Kraft hinter diesem Projekt war Markus Mettler, ein Freund von mir den ich zur Zeit als ich 1997 in Ko Samui als Reiseleiter fuer einen Schweizer Reiseanbieter taetig war, kennen und schaetzen lernte. Er war spaeter ein Stammgast im Santika und versuchte mich unzaehlige Mal zu ueberreden das Land neben dem Santika zu kaufen um das Resort auszubauen, er wollte investieren. Doch ich zoegerte, strebte mich dagegen, es war mir zu riskant, es ging mir bestens und ich wollte nicht unnoetige Risiken eingehen. Die Auslastung vom Santika war blendend und ich hatte nebenbei ja auch noch meinen Job bei Asian Trails. Als Chef von gegen 50 Angestellten und Reiseleitern je nach Saison war das keine Nebenbeschaeftigung oder Hobby, ausserdem hatte ich ja auch noch zwei jungwuechsige Soehne und eine tolle und entzueckende Frau, alles musste ich irgendwie unter einen Hut bringen. Gott sei Dank gibt es auch grosse Huete, ein Sombrero ist sicherlich uebertrieben.

Im Februar 2013 lernte ich Stefan Alder kennen, ich begleitete ihn auf der Suedthailand Tour von Bike Adventure und wir verstanden uns auf Anhieb grossartig. Er ist ein super Typ, eigentlich eher ein Gluecksfall und irgendwie spuehrte ich dass er nach all den unzaehligen Bikereisen die er in zahlreichen Laendern leitete auf der Suche nach einer Bleibe, einem “Home away from home” war. Da kam mir der Gedanke ihn fuer dieses Projekt an Land zu ziehen und zu begeistern. Er war sofort Feuer und Flamme, mich erinnerte es aber eher an einen Vulkan, er war fast mehr begeistert von der Idee etwas grossartiges zu schaffen und ein langersehnter Wunsch zu realisieren. Die Idee war geboren doch das Kind musste noch arg geformt und erzogen werden. Stefan reiste dann wieder ab und ich kommunizierte mit Markus und Stefan aus der Ferne. Alles wurde immer konkreter und am 07. Dezember 2014 sass ich zum ersten Mal mit dem Architekten Boy zusammen und versuchte ihm meine Gedanken und Ideen zu uebermitteln. Er begriff schnell was wir wollten und bereits eine Woche spaeter lagen die ersten Plaene auf dem Tisch im Cakebox Coffeeshop an der Thalang Road. Dort traffen wir uns unzaehlige Male, auch Stefan war einige Male dabei. Im Nachhinein muss ich sagen die ersten Plaene wichen nicht stark von den letzten Plaenen ab, das spricht ganz sicherlich fuer den Architekten, den gross aendern mussten wir nicht vieles.

Das war dann die Basis an der wir rege weiter arbeiteten. Ich vor Ort und Markus und Stefan aus der Ferne. Da mir sehr viel daran lag dass wir trotz dieses “Once in a lifetime Project” Freunde bleiben wollten konsultierte ich einen Anwalt der mir ans Herz legte einen Vertrag auszuarbeiten der fuer alle fair und verbindlich war. Meine Gattin als Landbesitzerin musste natuerlich da auch einbezogen werden. Da dieses Vorhaben ja in Thailand ueber die Buehne ging mussten wir behutsam alle Parteien regelkomform in diesen Vertrag einbetten was meiner Meinung dem Anwalt sehr gut gelungen ist. Die groesste Herausforderung war dann die Zusammenarbeit ohne genaue oder praezise Angaben des Investments/Finanzen weiter voranzutreiben, das setzt natuerlich eine gewisse Flexibilitaet voraus, doch da wurden uns die Grenzen aufgedeckt. Ich machte zwar eine meines Erachtens serioese und realistische Kalkulation und im Nachinein war diese mehr oder weniger genau die Summe die uns das Ganze dann letztendlich kostete. Markus eher der wirtschaftlich denkende Partner war das leider zu ungenau und so bervorzugte er den Austritt als weiter an diesem Projekt zu arbeiten, er wollte das Risiko eines finanziellen Fiaskos nicht eingehen. Stefan und ich bedauerten dass sehr, doch wir liessen uns nicht unterkriegen, wir sagten uns “jetzt erst recht”.  Nun lag die Last nur noch auf 2 Schultern, das hiess mehr Verantwortung, groesseres Investmennt und Aufwand aber auf der anderen Seite konnten wir spetitiver voranpreschen da nun nur noch 2 Personen das sagen hatten. Da wir in den Grundzuegen aehnlich dachten und agierten, so waren wir im Endeffekt immer fuer Qualitaet und das Schoene, natuerlich solange es finanzierbar ist.  Als erstes kam nun die Frage ob wir drei oder vier Villen bauen sollten, wir entschieden uns fuer die wirtschaftliche Version  von 4 Villen.

Es war also ein langer Sommer und in Thailand geht eben vieles laenger als in der westlichen Welt. Doch das Planen machte sehr viel Spass, wir spuehrten dass da etwas sehr spezielles und einzigartiges heranwuchs. Wir stoeberten auf unseren Motorbikes fast jeden Winkel der Insel auf, belagerten und besuchten jede Art von Villen, auch Condos und Resorts, denn wir legten grossen Wert auf Design, Geschmack, Styl und das tropische Element. Die besten Ideen kamen uns immer Nachts in den Sinn, deswegen schliefen wir auch oft zu wenig, doch es lohnte sich.
Gegen Ende des Jahres waren wir dann soweit. Wir segneten das Ganze ab und ich machte die erste Anzahlung an Gong. Nun gabs kein zurueck mehr, volle Kraft voraus. Nach dem unterzeichnen des Vertrages gingen Stefan und ich zu einem Buddhistischen Tempel in Phuket Stadt um Buddha auch in unser Vorhaben einzuweihen, wir wollten seinen Segen denn wir lebten oder bauten unsere Anlage in seinem Reich. Es war sehr eindruecklich und es gab uns noch einen zusaetzlichen Schub, wir waren so ueberzeugt von diesem Project. Als Dank kauften wir dann waehrend der Bauphase einen grossen Buddhakopf, wir wussten bereits wo er plaziert werden sollte. Da wir ja auch schattenspendende Palmen um den Pool ansiedelten, hatte Buddha keine freie Sicht auf die Anlage, doch er wacht trotzdem ueber unsere spirituelle Landschaft.

Fuer Stefan war das Jahr 2015 das sabatical Jahr, ein Jahr ohne grosse Verpflichtungen, er wollte den Bau, sein Lebenswerk hautnah miterleben, wie bei der Geburt des ersten Kindes, und so war er sehr oft auf Phuket. Ich selber war mehr oder weniger jeden Tag auf der Baustelle, ich ueberwachte das ganze mit Sperberaugen, es gab so viele Details wie Auslesen der Fliesen, Fenster, Tueren, Farben, Natursteinen, Positionen der Klimaanlagen, Stecker, Wasserhaenen etc. Aenderungen nahmen wir fast jeden Tag vor, undenkbar in Europa so zu bauen, doch das machte umso mehr Spass da hier das Gesetz einem mehr Spielraum laesst, das hiess aber dass wir vor Ort praesent sein mussten.
Ich wusste schon immer was ich wollte, grosse, hohe und helle Raeume, viele Fenster wichtig fuer eine gute Belueftung, Stauraum, grosser Balkon unter dem Moto “Outdoor living”, Walking Cabinet, Aussenduschen und Privatsphaere, da war ich dann ganz besonders gefordert mit dem Landscaping, doch dazu mehr spaeter. Mein Traum war der Pool, ich wollte einen infinity Pool, einen in dem man eintauchen konnte ins Nichts oder das Unerforschte. Ich hatte meine Vision, doch dazu musste ich hart arbeiten, Stefan wusste nicht so genau was ich wollte oder wie er aussehen wird wenn alles fertig war. Trotz allem liess ich mich nicht vom Weg abbringen, es brauchte sehr viel Nerven und Ueberzeugungskraft. Vorallem auch die Farbe von Schwarz war eben sehr ungewoehnlich und speziell. Doch wir fanden uns und am Ende unterstuetzte Stefan mich und das Endprodukt darf sich nun sicherlich sehen lassen. Der Pool ist ohne Zweifel das Herzstueck der Anlage. Das Schwimmen in diesem Wassertemple ist ein Genuss, das weiche Meereswasser und das unendliche Gefuehl der Schwerelosigkeit ist das hoechste der Gefuehle.

Die Bauphase war eine sehr intensive Zeit, allem voran aber eine Freudige doch auch eine Fordernde. Auslesen der Materalien war eine ganz spezielle Herausforderung, da tat sich Stefan ein bisschen schwer, er dachte es sei einfacher, doch aus den vielen tollen und fantastischen Materalien, Tiles, Vorhaengen, Moebeln die Richtigen auszuwaehlen ist leichter gesagt als getan. Mir fiel das etwas leichter, erstens wohne ich nicht in diesen Villen und ich hatte 3 Choices, ich ging immer fuer 3 verschiedene Variationen, macht das Leben bunter war meine Devise. Fuer Stefan war es aber das erste Mal und es war seine “Traum-Villa, da will man immer das Beste, so spornten wir uns gegenseitig an. Fazit, das Endprodukt darf sich sehen lassen. Jegliche Kritik wird strikt abgelehnt!! Kann mit Gefaengnis geandet werden.

Am 12. Dezember 2014 dem Geburtstag des Koenigs feierten wir die Grunsteinlegung des Vimans. Anwesend waren Baumeister Gong und der Bauleiter Saeng, Architekt Boy sowie Stefan und ich. Wir veranstalteten eine kleine Signature Buddha Zeremonie. In eine vorbereitete Grube schuetteten wir gekochten Reis, Garlands, Lotusblueten, Kokusnuesse eine Vielfliegerkarte und sogar eine Uhr wurde geopfert, sie sollte symbolisieren das die Zeit von nun an stehen bleiben sollte so dass wir den Moment bis ins unermessliche geniessen konnten. Wir lenkten ein in eine spirituelle Irrfahrt der Gefuehle, unsere Sinne wurden betoert vom Geruch der Inncentstaebchen und wurden gesegnet von einem Bade der Glueckseeligkeit. Am Schluss sozusagen als das ultimate Topping schuetteten wir noch Erde von unseren Geburtsstaedten in der Schweiz, von Adliswil und Hagendorn. Wir wollten unsere Vergangenheit mit der Zukunft verschmelzen und wo geht das besser als im Land der spirituellen Toleranz und des unbaendigen Drang nach geistiger Vollkommenheit. Wir waren benommen vom Moment und wir waren so dankbar dass wir Teil dieses einmaligen Projekts sein duerfen. Am Schluss sprach Stefan dann noch einige ergreifende Worte, dazu ist er praegestiniert, Danke Stefan.

Nun werden sich viele fragen was die groesste Herausforderung am ganzen Vorhaben war. Es gab viele doch eine sehr zeitaufwaendige, erfrischende doch sehr befriedigende Zeit war die Planung der Kueche. Da geben uns die Frauen recht, denke neben dem Bad der wichtigste Ort im Hause. Die Qualitaet der Kueche faengt meistens im Badezimmer an, ja im Viman darf sich Beides sehen lassen. Man koennte sogar die Hamburger auf dem Klo geniessen, doch wohin mit den Zwiebeln!! Nun wir verbrachten unzaehlige Stunden beim Kuechenbauer, den Kuechenstudios im Central, Hompro, Cottoshowroom, auswaehlen der Materalien, Waschbecken, Kuechenutensilien etc. Wichtig waren auch die Kuechenformen, L- oder U-shape, mit oder ohne Corupuscounter, dann die Platzfrage wohin kommt der Esstisch, nun ist es klar, auf die Terrasse, das Leben findet draussen statt. Fuer alle die sich uneinig sind haben wir im Sala noch einen Grill, nicht nur fuer Olmabratwuerste.

Ich selber tendierte immer fuer eine Angestellten Unterkunft, konnte auch Stef dazu annimieren. Nun die Frage wer die Haeuser reinigt steht immer noch im Raume, Arbeitstherapy oder Freizeitbeschaeftigung, nun ich habe mich entschieden - ein Roboter………….! Also bauen wir das Haeuschen um, die Terracce wurde vergroessert und der Innenausbau perfektioniert. Mit Pflanzen eine Privatsphaere erzeugt und auf der Seite eine Gartenoase hergezaubert vom allerfeinsten. Fuer eine alleinstehende Person ein Paradise, das Viman heisst eben nicht umsonst Paradise.

Am 02. Januar 2016 dann die feierliche Einweihung des Spirithouses. Eine illustre Schar von Freunden, VIPs allem voran den ersten Viman Gaesten Sabrina und Pascal und alle Gaeste vom Santika waren eingeladen. Es war eine eindrueckliche und denkwuerdige Zelebration und viele der Gaeste haben noch nie so was erlebt. Zugleich wurde dann auch das Sala mit Wein, Bier und Fingerfood eingeweiht, es war ein toller Event und der Startschuss einer neuen Epoche.

Nun es gaebe noch vieles festzuhalten doch lassen wir es bei diesen Anekdoten bleiben, es war ein Abenteuer, eine tolle Erfahrung und die Zufriedenheit steht uns im Gesicht geschrieben. Wir sehen besser aus, also hatten wir wenig Aerger. Der Dank geht hier an Gong dem Architekten, mit ihm verbindet mich eine ueber 10 jaehrige Partner- und Arbeitsgemeinschaft.

Alle die diese Zeilen gelesen haben und noch nie im Viman waren sollten es nicht versaeumenn dieses Paradise live zu erleben, ja man lebt nur einmal und Einmaliges muss man erlebt und genossen haben.